Lesung: Aleksandra Pristin

Aleksandra Pristin liest aus ihrem Briefroman „Angst vor Alligatoren“ und Gedichte aus „Ihr helles Licht“

am 05.12.2026, 18.30 – 20.30 Uhr im MGT Gehrden, Steinweg 17/19

Aleksandra Pristin stellt ihre zwei neuesten Buch-Veröffentlichungen vor – über Sehnsucht, Trauer und Kränkung

  • „Angst vor Alligatoren“ – ein Briefroman über Sehnsucht und Kränkung im digitalen Zeitalter
  • „Ihr helles Licht“ – ein Gedichtzyklus über eine verstorbene Mutter; heitere Zeilen zwischen Trost, Erinnerung und Hoffnung.

Aleksandra Pristin, geb. 1959 in Polen, studierte Psychologie in Danzig und Warschau. Seit 1983 lebt sie in Deutschland und war hier auf dem Gebiet der Informationstechnologie tätig. In ihrem fürs Publikum offenen Garten in Barsinghausen-Groß Munzel organisiert sie jährlich wechselnde Skulpturenausstellungen mit namhaften Künstlern sowie ein begleitendes Kulturprogramm aus Lesungen und Konzerten. Als junge Frau hatte sie bereits in Polen einige Veröffentlichungen ihrer Lyrik; im Jahr 2014 erschien ihr erster Lyrikband „Flug der Kormorane“. Ihre Gedichte finden sich u. a. im Jahrbuch der Lyrik (Schöffling 2015, 2024/2025, 2026/2027) und in Literaturmagazinen wie „Die Wortschau“ und „Der Hahnepeter“. 2026 erschien im NeroVerlag ihr erster Roman „Angst vor Alligatoren“. Sie schreibt Lyrik und Prosa über das, was sie bewegt – verschiedenste Gefühle in all ihren Nuancen. Ihr jüngster Höhepunkt war eine Lesung auf der Frankfurter Buchmesse 2026.

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„Angst vor Alligatoren“ – Briefroman. 1. Auflage, Wiesbaden: NeroVerlag, Juni 2026.  ISBN  978-3-69220-002-6, 155 Seiten, gebunden, 26 Euro.

Der Roman wurde vom NeroVerlag zum Deutschen Buchpreis 2026 eingereicht. Es folgte eine Lesung auf der Frankfurter Buchmesse.

„Was bleibt von uns, wenn wir nie den Zug bestiegen und nie den Wind in den Lungen spürten?“

Jahrelang bewegen sich A. und Pillow in einem Raum aus Buchstaben und imaginären Zärtlichkeiten. Es ist die perfekte, unberührbare Cyber-Liebe. Bis das System einfriert. Zurück bleiben eine Mauer aus absolutem Schweigen, ein digitaler Frost und Kränkung. Als A. versucht, den im Sumpf des Internets eingefrorenen „Alligator“ hervorzulocken, spaltet sie sich in zwei Identitäten auf und gerät in ein bösartiges Labyrinth aus Manipulation, Paranoia und digitaler Gewalt.

Stimmen zum Roman:

„Ich habe dieses Buch, ein Briefroman von Aleksandra Pristin, verschlungen. Man liest nur die Nachrichten der Protagonistin A. an ihren geheimnisvollen Geliebten „Pillow“ – Antworten gibt es nicht, er hat sie von heute auf morgen blockiert. Dieses eisige Schweigen ist beim Lesen fast körperlich spürbar. Die Sprache ist so unfassbar poetisch, bildhaft und gleichzeitig messerscharf. Es wechselt zwischen tiefen Briefen und wunderschönen, melancholischen Gedichten. VERLORENE ILLUSIONEN.“

„Aleksandra Pristin, […] ist Lyrikerin und legt mit „Angst vor Alligatoren“ ihren ersten Prosaband vor. Dabei zeigt sich, dass sie viele Elemente der Dichtkunst auf ihre Prosaminiaturen überträgt: Größtmögliche Dichte und eine starke Selbstreferenz  der einzelnen Briefe führen dazu, dass man von „Textinseln“ sprechen könnte – ähnlich wie bei einem Gedicht. In den Briefen herrschen unterschiedliche Schreibstile vor: Es gibt reflektierte und analysierende, romantische und erotische Briefe, die insgesamt hochsprachlich gehalten sind.

Das Meisterhafte an dem Buch ist, dass es der Autorin gelingt, trotz des insulären Charakters der Briefe eine Handlung voranzutreiben und eine Entwicklung im Geschehen aufzuzeigen. So gelangen die typischen Spekulationen einer Verlassenen an einen Punkt, wo sie die Bereitschaft signalisiert, Abschied zu nehmen. Ob das gelingt und was am Ende noch passiert, wollen wir hier aber nicht vorwegnehmen. „Angst vor Alligatoren“ ist ein bemerkenswertes Buch über die Fallstricke digitaler Liebe.“

„Ihr helles Licht“ – Gedichte. 1. Auflage, Nettetal: Elif Verlag, Oktober 2026.
ISBN: 978-3-912550-04-7, 50 Seiten, Softcover, 15 Euro

Gedichte geboren aus Träumen. Ein Zyklus über eine Mutter, die für immer bleibt. Über die Flüchtigkeit des Lebens, die Farbigkeit des Erlebten, den Schatten des Todes und das Licht, das ein Mensch selbst dann wirft, wenn es ihn nicht mehr gibt. Eine heitere Spurensuche abseits der Dunkelheit. Verse zwischen Trost, Erinnerung, Dankbarkeit und Hoffnung.