Ausstellung: SeelenNähe – Upcycling: Wertloses in Wert gesetzt

Die nächste Ausstellung
SeelenNähe – Upcycling: Wertloses in Wert gesetzt
mit Bildern von Jutta Witthinrich wird
vom 07.01. – 01.03.2023 zu sehen sein.

Wir laden ein zur Vernissage am 08.01.2023, um 11.00 Uhr.

Es sind weitere Veranstaltungen zum Thema Upcycling geplant:

– 16.02.2023: Vortrag: Upcycling – Die Bauteilbörse Hannover stellt sich vor.

– 18.02.2023: Workshop für Menschen ab 7 Jahre: Afrikanische Musikinstrumente bauen

– 23.02.2023: Upcycling-Workshop mit Altpapier

Das Plakat der Ausstellung kann hier heruntergeladen werden.

Presse-Echo: hier…

Jutta Witthinrich beschreibt im Folgenden, wie sie zur Kunst gekommen ist, welche Materialien sie verwendet und warum Upcycling für sie der richtige Weg ist.

Jg. 1956, geboren und aufgewachsen in Gehrden, ich lebe und arbeite in Bad Münder.
Erzieherin, Diplom-Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin, jetzt im Ruhestand. Als Kunstschaffende seit 2007 bin ich Autodidaktin.

Nach „fast lebenslangem“ Suchen, meiner Kreativität Ausdruck zu verleihen, entdeckte ich 2007 Acrylfarben und erste Strukturmaterialien für mich. Erste Werke entstanden, doch der Durchbruch kam für mich 2013 in den Sommerwerkstätten der Ev. Bildungsstätte Bad Bederkesa, die ich seitdem jährlich besuche.

Mit Hilfe des Künstlers Matthias Kopka zu Kreativem Gestalten und Experimenteller Kunst, insbesondere in Collage- und Assemblagetechniken, hat sich meine Arbeit um eine neue Dimension erweitert. Material zu finden, das weggeworfen und dem Recyclingmüll zugeführt wird, fasziniert mich und weckt Ideen zur künstlerischen Umsetzung.

Papiere jeder Art, Verpackungsmaterial, Tüten, rostige Nägel, Schrauben, Sägeblätter, Glasscherben, Fäden, Magnetbänder… sind nur einiges aus meiner vielfältigen Materialsammlung.
Holzleim, Fliesenkleber, Bauschaum und alles was zur Befestigung nutzt, wird verwendet.
Marmormehl, Sand, Sägespäne helfen bei der Anlegung von Strukturen.
Acrylfarben, Airbrushfarben, Tuschen und Pigmente werden zur verbindenden Farbgebung eingesetzt.
Selten benutze ich Pinsel, andere Arbeitsgeräte, insbesondere zweckentfremdete, tun viel besser ihren Dienst: Bauspachtel, Fischmesser, Tortenheber, Glasabzieher…
Selbst die Bildträger sind oft bereits gebrauchte, die ich im Sozialen Kaufhaus finde. Auf ihnen und den dortigen Bildmotiven entstehen mit meinen Materialien und meinen Ideen neue Werke und geben diesen einen „satten Untergrund“.

In all dem fühle ich mich der „arte povera“ verbunden: Kunst aus gebrauchten Alltagsgegenständen zu machen. Auch ist es die künstlerische Umsetzung meiner umwelt-politischen Haltung: Müllvermeidung oder bereits vorhandenen Müll  wenigstens noch zu nutzen: In meinem Fall ein Upcycling, das Wertloses (wieder) in Wert setzt.

So vielfältig die Materialien sind, die ich nutze, so vielfältig und jedes mal „anders“ sind meine Werke, eigenwillige, vielleicht auch spröde Unikate.

In dieser Ausstellung „SeelenNähe“ zeige ich einen Querschnitt von Arbeiten, in denen, im Sinne von Upcycling, Materialien mit- bzw. weiterverarbeitet wurden: Kalenderblätter wurden mit Acrylfarben und Collagematerial zu neuen, eigenen Kunstwerken. Aus Verpackungspapier, mit Acrylfarben und anderem Material bemalt, auf bearbeiteter Kartonplatte aufgeklebt und mit einer MDF-Platte als Rahmenträger entstand das großformatiges Werk „Spiel mit mir“.

Weitere Infos finden Sie auf https://www.atelier-jutta-witthinrich.de/