Archiv des Autors: Elisabeth Steffens

HAZ_2025_12_22: 10 Jahre MGT: Darum ist die Einrichtung so wichtig für Gehrden

Eigentlich wollte Gisela unser 100stes Mitglied präsentieren, doch ein schmerzender Zahn verhinderte den Pressetermin. Dirk Wirausky war trotzdem zum vereinbarten Termin erschienen. Über den MGT gibt es ja auch sonst noch etwas zu berichten. 2026 ist unser Jubiläumsjahr: der Verein wird schon 10 Jahre alt – man glaubt es kaum.
Am 22.12.2025 erschien dann folgender Artikel in der Calenberger Zeitung der HAZ:

Kunst, Kultur und soziale Angebote
Zehn Jahre MGT: Darum ist die Einrichtung so wichtig für Gehrden


Ohne sie gebe es keinen Mehrgenerationentreff: Gisela Wicke hat 2013 die Idee, einen Treffpunkt für alle Generationen in Gehrden einzurichten.
Quelle: Dirk Wirausky

2013 hat Gisela Wicke die Idee, in Gehrden einen Ort einzurichten, in dem sich alle Generationen treffen können. 2016 wurde der Verein Mehrgenerationen-Treff gegründet. Inzwischen ist er für das Stadtleben unverzichtbar.
Dirk Wirausky 22.12.2025, 17:03 Uhr
Gehrden. Gisela Wicke war schon immer engagiert. Das gehört zu ihrer DNA. Mit 20 protestierte sie in Kassel gegen die Stationierung von Pershing-Raketen in Deutschland, ein paar Jahre später setzte sie sich dafür ein, dass in Geinsheim ein Treffpunkt für Jugendliche und Heranwachsende aufgebaut wurde. Seit vielen Jahren ist die Biologin für den Naturschutzbund tätig – und ohne sie gäbe es den Mehrgenerationen-Treff (MGT) in Gehrden nicht.

Zehn Jahre gibt es den Verein im nächsten Jahr. Höhepunkt ist eine Feier im Jugendpavillon im Oktober – natürlich am 10. Gisela Wicke ist zufrieden. „Wir haben viel erreicht“, sagt sie. Kunst, Kultur, soziale Angebote und generationenübergreifende Veranstaltungen verbindet der MGT.

Hartnäckig an der Idee gearbeitet
Wicke hat regelrecht für die Gründung gekämpft. 2013 organisierte sie die ersten Informationsveranstaltungen mit Vertretern aus Barsinghausen und Burgdorf, die damals längst schon solche Einrichtungen hatten. Die heute 73-Jährige warb für die Sache – und fand schnell Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Regelmäßig trafen sich die Initiatoren. Wicke lud ein, erstellte die Tagesordnung und protokollierte jede Zusammenkunft. Keine Information, kein Gedanke, kein Vorschlag sollte verloren gehen. Das übergeordnete Ziel: Der MGT sollte eine Initiative sein, die generationenübergreifendes Zusammenleben fördert, Gemeinschaft stärkt und Angebote für alle Altersgruppen schafft.


Das Reparatur-Café ist ein Angebot im MGT: Hier repariert Uwe Hormann einen Staubsauger.
Quelle: Stephan Hartung

2016 wurde der Verein schließlich gegründet. Zur Zielgruppe gehören Familien und Alleinerziehende, Kinder, Jugendliche und Senioren, Alleinstehende und Migranten. Der MGT sollte Raum bieten, sich ungezwungen zu begegnen und gegenseitig von den jeweiligen Fähigkeiten der anderen zu profitieren.

Ein Verein ohne Räume
Das Problem: Der MGT hatte keine Räume. „Wir sind zwischen Vierständerhaus, Freiwilligen-Agentur und Bürgersaal hin- und hergewandert“, erzählt Wicke. Ein Objekt hatte sie besonders im Blick: das ehemalige Gehrke-Haus in der Fußgängerzone. Das wurde saniert und modernisiert. Der MGT hoffte, dort einen Raum mieten zu können. Es kam anders. Die Umbauarbeiten des alten Fachwerkhauses zogen sich in die Länge, stattdessen wurden Räume im Haus Steinweg 17/19 frei. Mehr als 300 Quadratmeter.

Wir wollten einen Treffpunkt für alle Altersgruppen
und Nationalitäten schaffen.
Gisela Wicke, Vorsitzende des MGT

Fünf Jahre ist es nun her, dass der MGT dort eingezogen ist und sich inzwischen eingerichtet hat. Dort findet auch die Mehrzahl an Veranstaltungen statt. Die Resonanz ist gut. Besonders beliebt sind die Kinoabende, die Spielerunden, das Jazzfrühstück oder Reiseberichte. „Es wird manchmal schon eng“, sagt Wicke. Dazu Elterntreff, Onko-Treff, Kunstausstellungen, Deutschkurse für Frauen, Nähgruppe, Erzähl-Café, Reparatur-Café oder Vorträge zu Themen wie „Kinder besser verstehen“. Ein Newsletter informiert über alle Angebote. Im nächsten Jahr soll es ein internationales Café geben.

Finanzierung ist eine Herausforderung

Ein Drahtseilakt bleibt die Finanzierung. Etwa 3500 Euro benötigt der Verein im Monat. Die Mitgliederbeiträge liegen monatlich bei 400 Euro. „Wir finanzieren uns nahezu ausschließlich über Spenden“, sagt Wicke. Die Stadt unterstützt den MGT mit 10.000 Euro im Jahr.

Und immer wieder akquiriert Wicke auch Fördergelder. Von der Postcode-Lotterie erhielt der Verein 6000 und 12.000 Euro. Darüber wolle sie auch versuchen, eine Halbtagskraft zu finanzieren, sagt Wicke. Denn obwohl die Unterstützung im Verein groß ist und 48 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aktiv mitwirken: Es gibt viel zu tun.

Eigentlich wollte sie zum Jahresende noch ein besonderes Mitglied präsentieren: das 100. Doch ein schmerzender Zahn verhinderte das. Apropos Mitglieder: Wicke hat ein großes Ziel für 2026. Die Zahl der Mitglieder solle verdoppelt werden. Es ist Gisela Wicke zuzutrauen, dass ihr das gelingt.

Quelle: https://www.haz.de/lokales/umland/gehrden/gehrden-deshalb-ist-der-mehrgenerationentreff-so-wichtig-2HI3MYNSZRGYVNS4R5DIAUH3JE.html?utm_source=email&utm_medium=social&utm_campaign=share_button, gelesen am 27.12.2025

Aktuelle Infos zu 10 Jahre MGT: hier!

Ausstellung: Günter Ludwig – Spuren

Wir laden herzlich ein zur Vernissage
am 18.01.2026 um 11.00 Uhr
ins MGT, Steinweg 17/19 in Gehrden.

Es werden Arbeiten des vor einem Jahr verstorbenen Künstlers Günter Ludwig gezeigt, die von seiner Tochter und Verwalterin seines künstlerischen Nachlasses, Delphine Hindemitt ausgewählt wurden. Wir freuen uns sehr, mit dieser Ausstellung die Spuren von Günter Ludwig nachzuzeichnen und so sein Andenken wach zu halten.

Das Plakat kann hier als pdf heruntergeladen werden.

Zu seinem Werk:
Günter Ludwig (17.08.1950–10.01.2024) war ein Künstler, dessen Werk aus Material, innerem Prozess und existenzieller Erfahrung hervorging. Aufgewachsen im ländlich-industriellen Umfeld von Rosenthal-Peine, prägten ihn früh die Natur, Erde und das handwerkliche Arbeiten. Der Einfluss seines Vaters, der aus einfachen Restmaterialien stabile Gegenstände schuf, übertrug sich unmittelbar auf seine künstlerische Haltung.

Das Zeichnen war sein zentrales Medium und zugleich körperlicher Akt. Mit dicken schwarzen Linien, Einschnitten, Verdichtungen, geknülltem oder gerissenem Papier sowie Materialien wie Erde, Kohle, Kaffee oder Nikotin machte er den Schaffensprozess sichtbar. Seine Arbeiten sind Spuren von Handlung – oft bis an die Grenze der Zerstörung des Materials.

Nach einer Phase radikaler, selbstzerstörerischer künstlerischer Arbeit legte er bewusst eine mehrjährige Pause ein, in der er sich Fotografie und digitalen Medien widmete. Aus dieser Distanz heraus entwickelte sich eine neue Reife: Seine Kunst wurde weniger Darstellung des Sichtbaren als Ausdruck des Seins, des Unbewussten, der inneren Bewegung.

Inhaltlich kreist Ludwigs Werk um existentielle und gesellschaftliche Spannungsfelder: Liebe und Hass, Aggressivität und Zärtlichkeit, Macht, Krieg, Tod, Verlust, Gier und technologische Zukunft – „Engel“ der Transhumanen Evolution.

Licht und Schatten, Reduktion und Intensität prägen sowohl seine Zeichnungen als auch seine fotografischen Arbeiten. Beeinflusst vom Zen-Gedanken der spontanen, ehrlichen Geste maß Ludwig seine Kunst ausschließlich an der Authentizität ihres Ausdrucks.

Er arbeitete interdisziplinär, entwickelte Bücher, kollaborierte mit Künstlerinnen, Autorinnen, Bildhauerinnen und Schmiedinnen und stellte seine Werke national wie international aus, unter anderem in Frankreich und Italien.

Günter Ludwig verstand Kunst nicht als Abbild, sondern als Offenbarung. Ehrlichkeit war sein Maßstab, Intuition seine Führung.
„Nicht ich habe die Kunst gefunden, die Kunst hat mich gefunden.“
Sein Werk bleibt Spiegel seiner Seele – und Spiegel unserer Gesellschaft.
Delphine Hindemitt

Lebenslauf – Günter Ludwig (1950–2024)
– Foto von der Website Atelier-Guenter-Ludwig.de –
1950 – geboren in Rosenthal-Peine
1963 – erste Zeichnungen nach Goya und Rembrandt
1973–1975 – Abitur; Studium zum Maschinenbaukonstrukteur; erste Ölbilder und Zeichnungen
1975–1979 – Studium Industriedesign; erste großformatige Zeichnungen zu Mumien, Erotik und Porträts
1977 – erste Einzelausstellung, Galerie Naescher, Goslar
1978 – erste Radierungen; Ausstellungen u. a. Galerie Lilo Schmidt, Schneverdingen
1979–1983 – freischaffender Maler und Grafiker, Einrichtung einer Radierwerkstatt
1983 – 9-monatiges Stipendium im Atelierhaus Worpswede für Handzeichnung und Druckgrafik
1984–1987 – Designer und Industriefotograf (Peiner AG); experimentelle s/w-Fotografie
1987 – Gründung der Werbeagentur PAN-Design
1989–2013 – Produkt- und Werbedesign sowie Produktfotografie, u. a. Paulmann Licht GmbH
1992–1994 – großformatige Zeichnungen zu Adrenalinmenschen, Lichtobjekte, internationale Fotoprojekte, Zusammenarbeit mit Roland Schreyer an Büchern und digitalen Projekten
1996–2000 – digitale Illustrationen, CD-ROM- und Videoprojekte, Bildzyklen zu Kafka, Märchen und Gedichten
2001–2006 – Ausstellungen und digitale Druckgrafik; Zyklen wie 100 Masken, Körperliche Landschaften, Kohlespuren; Ateliergemeinschaft mit Hannes Meinhard; Buchprojekt Abschied
2009–2013 – Buchprojekt Liebe geht durch die Haut, Ausstellungen in Deutschland, Italien und USA
seit 2018 – Buch- und Fotoprojekte zu transhumaner Evolution, Camille Claudel & Rodin, Kafka (Die Verwandlung), StillLeben
2021–2022 – Ausstellungen u. a. Galerie Rotes Sofa, Schneverdingen und Kunsthalle Art Affekt, Idar-Oberstein
10.01.2024 – verstorben

 

Künstlerisches Werk:
Material- und prozessorientierte Zeichnungen, Radierungen, Fotografie, digitale Kunst; Themenschwerpunkte: Existenzielle und gesellschaftliche Fragen, Liebe und Hass, Tod, Macht, Natur und technologische Zukunft. Werke national und international ausgestellt (Deutschland, Frankreich, Italien, USA).
(links: Werkverzeichnis 628)

 

 

Kontakt:
Delphine Hindemitt
Mindener Straße 29
30890 Barsinghausen
E-Mail: info@atelier-guenter-ludwig.de
www.atelier-guenter-ludwig.de

Leben retten

Leben retten
ist bald auch mit einem Defibrillator in den Räumen des MGT möglich.

 

Wir haben uns an einer Auslosung der Volksbank Hildesheim – Lehrte – Pattensen beteiligt, die unter dem Motto „Leben retten“ Defibrillatoren aus Mitteln der VR-Gewinnspargemeinschaft finanziert hat.  Schließlich gehörten wir zu den 26 Begünstigten. Alle Vereine aus dem Geschäftsgebiet konnten am 09.12.2025 in Hildesheim an einer Übergabeveranstaltung mit Kaffee und Kuchen teilnehmen. Gisela Wicke und Elisabeth Steffens nahmen die Unterlagen entgegen. Das Gerät selbst wird über einen Dienstleister direkt zugestellt. Im neuen Jahr wird das Gerät einen passenden Platz in unseren Räumen finden. Es steht dann allen Menschen zur Verfügung, die im Zentrum von Gehrden in eine akute Notlage mit Herzstillstand kommen.

10-Jahre MGT

In unserem Jubiläumsjahr 2026 stellen wir Ihnen an jedem 10. des Monats eine oder mehrere regelmäßig stattfindende Angebote im MGT vor. Kommen Sie vorbei und lernen Sie uns jeden Monat etwas besser kennen.

Am Sonntag, 10.05.2026, laden wir zur Ausstellungseröffnung Objektblickwinkel
um 11. 00 Uhr ein. Schauen Sie gerne vorbei und feiern Sie mit uns.

Zum Beginn des Jahres geben wir einen Flyer mit allen Terminen heraus.

Der Flyer kann hier heruntergeladen werden.

Sollte sich etwas an den Veranstaltungen ändern, wird es hier auf der Website aktualisiert.

Presseecho vom 22.12.2025: hier!

RE!SE-Geschichten: Radreise von Bad Münder nach Istanbul

Wir laden herzlich ein zu den RE!SE-Geschichten von Silvia und Michael Regel über Ihre Radreise nach Istanbul am

Mittwoch, 26.11.2025, 18.30 Uhr

In der Pause gibt es wieder regionaltypische Kleinigkeiten zu verkosten und Getränke.

Der Eintritt ist frei, wir bitten um Spenden.

Silvia und Michael Regel bereisten den Balkan und angrenzende Länder. Wunderschöne und abwechslungsreiche Landschaften, Städte mit befremdlichem Verkehr und sehr freundlichen und hilfsbereiten Einheimischen machte auch diese Rad-Reise wieder zu etwas Besonderem.

Aber natürlich gehörten auch hier Pleiten, Pech und Pannen dazu. Sehr unangenehm waren z. B. einige Wildhundeattacken, die für Angst und Schrecken sorgten.
Auch die Route der Rückreise musste nach tagelanger Hitze mit über 40° geändert werden. Geplant wurde diese jetzt über den bekannten Alpe–Adria–Radweg. U. a. fuhren sie dabei über eine gut erhaltene alte Eisenbahnstrecke und haben dabei mehr als 25 Tunnel passiert.
Dieser Weg führte bis nach Salzburg/Österreich, wo auch eine zweitägige Pause für Besich-tigungen eingelegt wurde. Für die Weiterfahrt durch Bayern nahm sich das Paar viel Zeit, bevor sie nach einem Abstecher durch Thüringen in Bad Hersfeld landeten.
Da sich plötzlich morgens Temperaturen im einstelligen Bereich zeigten, war es Zeit, die Tour zu Ende zu bringen und es ging ohne Umwege nach Hause.

Themenabend: Kinder besser verstehen

Wir laden alle Interessierten herzlich ein zum Themenabend
mit Alena Schulte
am Montag, 08.12.2025 von 19.00 – 20.30 Uhr.

Alena Schulte ist ausgebildet in bindungs- und beziehungsorientierter Pädagogik und zertifizierte Kursleiterin für Elternkurse zur Autonomiephase.

Entnehmen Sie bitte alle Informationen dem folgenden Flyer (hier als pdf zum Herunterladen):

NP, 27.10.2025: Möchten Betroffenen Mut machen

„Möchten Betroffenen Mut machen“
Hilfe in schwierigen Situationen:
Wie drei Frauen in Gehrden an Krebs erkrankte Menschen unterstützen

Austausch: Tanja Baillie (von links), Silvia Fuhr und Stefanie Bröhldick laden jeden dritten Donnerstag im Monat zum Onko-Treff ein. Quelle: Heidi Rabenhorst
Er ist mehr als eine Selbsthilfegruppe. Der Onko-Treff im Mehrgenerationen-Treff Gehrden (MGT) bietet Raum für Austausch, Verständnis und Unterstützung. Eingeladen sind Betroffene und Angehörige – unabhängig von Krebsart oder Krankheitsstadium.
Heidi Rabenhorst
27.10.2025, 18:27 Uhr
Gehrden. Krebs verändert das Leben – nicht nur körperlich, auch seelisch und sozial. Viele Betroffene und ihre Angehörigen erleben nach der Diagnose oder während der Therapie eine Zeit voller Unsicherheit, Ängste und Fragen. In dieser Phase fehlt es oft an einem Ort, an dem man sich verstanden und getragen fühlt. Genau diesen Ort möchte der neue Onko-Treff Gehrden schaffen: einen Raum für Austausch, Information und gegenseitige Stärkung.
Der Onko-Treff richtet sich an alle Krebspatientinnen und Krebspatienten sowie deren Angehörige – unabhängig von der Art oder dem Stadium der Erkrankung. „Wir möchten in Gehrden ein Angebot schaffen, das Betroffenen Mut macht und sie nicht allein lässt“, erklärt Stefanie Bröhldick, eine der drei Initiatorinnen. Gemeinsam mit Silvia Fuhr und Tanja Baillie hat sie das neue Angebot ins Leben gerufen.


Ort der Begegnung außerhalb des Krankenhauses: Elisabeth Steffens (rechts) vom Mehrgenerationen-Treff freut sich mit den Initiatorinnen Tanja Baillie (von links), Silvia Fuhr und Stefanie Bröhldick über das neue Angebot im Mehrgenerationen-Treff.
Quelle: Heidi Rabenhorst

Jeden dritten Donnerstag im Monat kommen die Teilnehmenden von 17 bis 19 Uhr im Mehrgenerationen-Treff (MGT) Gehrden zusammen. Die kostenlosen Treffen sind klar strukturiert. In der ersten Stunde steht jeweils ein Thema im Mittelpunkt – etwa Hautpflege während der Therapie, Ernährung, Bewegung, seelische Gesundheit oder der Umgang mit Nebenwirkungen. Fachleute geben dabei wertvolle Informationen und praktische Tipps.
Raum für persönlichen Austausch
In der zweiten Stunde ist dann Raum für persönlichen Austausch. „Ob jemand etwas von seiner eigenen Geschichte erzählen möchte oder einfach nur zuhören will, bleibt jedem selbst überlassen“, betont Bröhldick. „Wichtig ist, dass wir uns in einem geschützten Rahmen begegnen.“
Eine Krebserkrankung betrifft weit mehr als den Körper. Viele Betroffene erleben Phasen der Isolation, Überforderung und Verunsicherung. Hier setzt der Onko-Treff an: Er bietet psychosoziale Unterstützung, vermittelt Wissen und stärkt das Selbstbewusstsein.
„Der Austausch mit anderen, die Ähnliches durchmachen, kann unheimlich entlastend sein“, sagt Silvia Fuhr, onkologische Fachkraft am KRH Klinikum Gehrden. Viele Betroffene würden berichten, dass es ihnen Mut gebe, wenn sie sehen, dass andere Wege finden, mit der Krankheit zu leben.
Fuhr arbeitet seit 2010 in der Onkologie und hat zusätzlich eine Ausbildung in Psychoonkologie absolviert. Ihr Anliegen: Menschen nach einer Krebsdiagnose begleiten und ihnen helfen, wieder Boden unter den Füßen zu gewinnen.
Auch Tanja Baillie ist seit mehr als 30 Jahren am Klinikum Robert Koch tätig. Die 52-Jährige aus Benthe befindet sich derzeit in der Weiterbildung zur onkologischen Fachpflegekraft und begleitet den Onko-Treff seit dessen Gründung im Januar dieses Jahres. „Ich erlebe täglich, wie wichtig es ist, Patientinnen und Patienten in ihrer ganzen Lebenssituation zu sehen – nicht nur die Krankheit“, sagt sie.
Tipps zur Hautpflege
Für Stefanie Bröhldick spielt die Hautpflege eine besondere Rolle. Die 45-jährige Gehrdenerin arbeitet seit über zehn Jahren als zertifizierte onkologische Kosmetikerin. „Onkologische Kosmetik bedeutet für mich nicht nur schön machen, sondern heilen, helfen, trösten und stärken“, erklärt sie. Ziel sei es, das Wohlbefinden zu fördern, Schmerzen zu lindern und Betroffenen wieder ein Stück Normalität zu schenken.
Mit parfümfreien Produkten behandelt sie therapiegeschädigte Haut und bietet zudem kostenlose Hautberatungen für Krebserkrankte an. „Diese Pflege ist weit mehr als eine ästhetische Behandlung. Sie ist eine Form der Zuwendung und Selbstfürsorge“, so Bröhldick.
Onko-Treff als neutrale Anlaufstelle
Mit dem Onko-Treff entsteht in Gehrden ein neues Netzwerk der Unterstützung. Anders als in der Stadt Hannover, wo es vereinzelt Gruppen gibt, bietet der Treff eine wohnortnahe, neutrale Anlaufstelle, die sowohl Betroffene als auch Angehörige anspricht. Themenübergreifend und offen für alle Krebsarten, will das Angebot Hemmschwellen abbauen.
„Selbsthilfegruppen sind kein Ort, an dem man sofort über alles sprechen muss“, betont Bröhldick. Man dürfe einfach zuhören, sich vorsichtig herantasten und spüren, dass man nicht allein sei. Gerade für Menschen, die anfangs zögern, könne das erste Treffen bereits eine große Entlastung sein.
Auch Elisabeth Steffens vom Mehrgenerationen-Treff freut sich über das neue Angebot. „Wichtig ist vor allem, dass diese Treffen außerhalb des Krankenhauses stattfinden“, sagt sie. Der Onko-Treff sei damit mehr als eine Selbsthilfegruppe. „Er ist ein Ort der Hoffnung, der Information und der Gemeinschaft“, so Steffens.
Der Onko-Treff findet jeden dritten Donnerstag im Monat von 17 bis 18 Uhr im MGT, Steinweg 17/19, statt. Das nächste Treffen ist am 20. November zum Thema „Opiatbedingte Obstipation (Darmfunktionsstörung)“ mit Boris Evernickel. Am 18. Dezember steht Weihnachtsbacken auf dem Programm.

Quelle: https://www.neuepresse.de/lokales/umland/gehrden/gehrden-so-wird-krebskranken-menschen-geholfen-JJPJQDL4AFDF5O472UCGNU4ITA.html, gelesen am 28.10.2025

Weitere Infos zum Onko-Treff hier!

Autorenvorstellung: Jay Kay

Wir laden sehr herzlich ein, den Autoren hinter dem Schriftstellernamen  Jay Kay bei uns im MGT kennenzulernen

am Donnerstag, 20.11.2025, von 20.00 Uhr – ca. 21.30 Uhr.

Eintritt frei. Um eine Reservierung wird gebeten auf: https://mgt-gehrden.de/veranstaltungen/autorenvorstellung-jay-kay/

Freuen Sie sich auf Einblicke in seine Bücher:

  • Der Dachs, der Wind und das Webermädchen, Neue Fantasy aus dem alten Japan, für alle
    junggebliebenen Fantasy-Leser ab 12 Jahren
  • Die etwas andere Weihnachtsgeschichte, Ich, Santa
  • Die Mäusekönigin, Magischer Realismus für alle, die sich für die Wunder der Schöpfung begeistern
  • Ein Ausflug in die Endlichkeit mit Filona am Ende der Zeit, eine kurze Geschichte über alles, was wichtig ist
  • oder den aktuellen Roman Das Lied des Nordens, moderne Fantasy für alle Leser ab 10 Jahren

 

Wer sich für abwechslungsreiche Fantasy in einer kompakten Lesung interessiert und von den Erfahrungen des Autors vom Self-Publishing sowie vom Schreiben und Strukturieren von Stories und Figuren profitieren möchte, für den steht der Autor an diesem Abend mit Antworten auf Ihre Fragen im MGT bereit.

Seine Buchcover gestaltet der Autor übrigens selbst.

Es erwartet Sie Fantasie und Science Fiction,
lassen Sie sich überraschen.

Autorenportrait: Jay Kay

J.W. Kähler war als Journalist für Computer- und Games-Zeitschriften und ebenso als Pressesprecher eines internationalen Herstellers für Gamesoftware tätig. Er kam schon in früher Jugend mit Science Fiction und Fantasy in Kontakt. Besonders Tolkien und der Herr der Ringe hat es ihm seitdem angetan. Er ist Mitglied der Deutschen Tolkien Gesellschaft und publiziert unter seinem Schriftstellernamen in eigener Regie Bücher im Bereich magischer Realismus sowie Fantasy & Science Fiction.
Seine andere Passion gilt den Computerspielen. Als ehemaliger Redakteur diverser Computer- und Spielezeitschriften begleitet er die Szene seit Jahren. Zurzeit ist er als Dozent im Bereich Film, Story und Screenwriting an einer privaten Lehreinrichtung tätig. Ansonsten widmet er sich vorwiegend dem Schreiben im Bereich Belletristik unter seinem Schriftstellernamen Jay Kay.

Weitere Infos auf Even Terms Press